Fazit Windkraftwerke

 Mit den verschiedenen Versionen nach Konzept 3, also mit einem Segel, das an einem abgespannten Mast rauf und runterläuft, wurden über mehrere Monate viele Erkenntnisse gewonnen. Diese können hier nicht im Detail dargestellt werden.
Die drei skizzierten Realisierungskonzepte haben jeweils Vor- und Nachteile und eignen sich verschieden gut für Regionen mit geringen technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten und solchen mit Hightech. Entscheidender Unterschied zu den Windrädern ist bei allen, dass die ausnutzbare Strömungsfläche des Windes, das ist Breite des Flugkörpers (Segels) mal Bewegungshub, ohne großen Aufwand viel größer realisiert werden kann als die Rotorfläche eines Windrades. Dieses Mass ist der wichtigste Parameter für die Leistung von Windkraftwerken. Für alle Konzepte ist deshalb zu erwarten, dass sie wesentlich kostengünstiger sein werden als herkömmliche Windräder. Für das Konzept 3 gilt, dass ein mit Seilen abgespannter Mast deutlich kostengünstiger ist als ein am Boden kippfest in einem massiven Betonsockel verankerter, schwerer Turm. Ebenso ist ein Segel billiger als einseitig an der Achse fixierte, großen Flieh- und Widerstandskräften ausgesetzte Rotorflügel. Durch schnelle, automatische Reaktion auf Änderung der Windrichtung und -Geschwindigkeit und leicht in höhere, windstärkere Luftschichten zu bauendem Mast kann der Wind wesentlich besser genutzt werden, Vögel werden nicht zerhackt usw. Der Generator befände sich nicht in einer Kabine in der Spitze des Mastes. Sehr vorteilhaft wäre bei der Hightech-Lösung die Energiegewinnung über einen Lineargenerator im Mast, statt mit Rollen und Seilen. 

Das Konzept 3 wird für Entwicklungsländer zu kompliziert, dürfte das Kostenlimit von einigen Hundert Euro sprengen. Für diese wäre die einfachste Lösung das Konzept 1, ein frei fliegender Drachen, manuell gesteuert. Für die Schwellenländer mit ausreichenden technischen und finanziellen Möglichkeiten, vor allem, wo noch eine dezentralen  Energieerzeugung notwendig ist, wäre Konzept 3 allerdings eine interessante Option. Es wäre ebenso eine kostengünstigere Alternative zu den Windrädern in Hightech-Regionen, sowohl als Klein- als auch Großanlagen. Allerdings wäre dafür einiger Entwicklungsaufwand nötig.

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Ingenieurbüro Franetzki